Auf dieser Seite wollen wir versuchen, die am häufigsten gestellten Fragen zu beantworten.
- Was tun bei Schlechtwetterperioden oder lang anhaltender Kälte?
- Wie ist es mit der Hygiene im Wald bestellt?
- Wie sind die Beiträge?
- Fragen zur Gesundheit?
Können die Kinder wirklich bei jedem Wetter im Freien spielen?
Jeder Witterung kann mit geeigneter Kleidung und Bewegung begegnet werden. Bei gefährlicher Witterung wie starken Stürmen, schweren Gewittern oder Temperaturen unter -10 Grad Celsius halten sich die Kinder meistens in und um den Zirkus- oder Bienenwagen auf. Gewitter in den Vormittagsstunden sind äußerst selten. Bei Sturm spielen die Kinder beispielsweise im Jungholz, das hervorragenden Windschutz bietet und keine Gefahr durch herunterfallende Äste birgt oder freiem Gelände. In diesem Jahr, der relativ lange Kälte, war zu bemerken wie wenig die Kinder im Wagen selber Schutz vor der Kälte suchten.
Wenn die Kinder mal müssen?
Die Gesundheitsämter haben keine Bedenken, wenn Kinder ihr Geschäft im Wald verrichten und an geeigneter Stelle eingraben, sofern sich die Gebiete außerhalb bestimmter Wasserschutzzonen befinden. Zum Hände waschen wird ein Campingbehälter mit Frischwasser mitgeführt.
Wie sind die Beiträge?
Elternbeiträge: 113 Euro fürs erste Kind
58 Euro fürs zweite Geschwisterkind
drittes Kind bei gleichzeitigem Besuch ist beitragsfrei.
Sind Waldkindergartenkinder häufiger krank, da sie auch bei Regen und Kälte im Freien spielen?
Nein, es sind keine Berichte bekannt, die diese Annahme bestätigen. Im Gegenteil: Forscher und Pädagogen haben in Schweden über ein Jahr den Kindergartenalltag von drei bis sechsjährigen Kindern beobachtet. Während die Krankheitsfälle im herkömmlichen Kindergarten 8% betrugen, lagen diese im Waldkindergarten bei unter 3%.
Wie sind Waldkindergärten aus medizinischer Sicht zu beurteilen?
• Aus medizinischer Sicht ist der regelmäßige Aufenthalt in der Natur eine Notwendigkeit. Dadurch wird das körpereigene Immunsystem gestärkt und die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten verringert. Die überheizten Räume, in denen wir leben, spielen und arbeiten, behindern diesen Effekt.
• Die Ansteckungsgefahr der Kinder untereinander ist an der frischen Luft geringer.
• Die Bewegung auf unebenem und ständig wechselndem Grund kräftigt die Muskulatur und fördert die Körperbeherrschung.
• Die Kinder können ihren Bewegungsdrang ungehindert ausleben. Dadurch wird die körperliche Fitness gefördert und Aggressionen abgebaut.
• Eine 1994 erstellte Gesundheitsbilanz von Kindern in deutschen Kindergärten ergab:
60% der Kinder haben Haltungsschwierigkeiten
40% haben ein schwaches Herz-Kreislauf-System
30-40% haben muskuläre Schwächen und Koordinationsprobleme
30% sind übergewichtig
Der regelmäßige Aufenthalt in der freien Natur lässt diese Probleme erst gar nicht entstehen.
Kann bei einem Unfall ärztliche Hilfe geholt werden?
Die ErzieherInnen führen einen geeigneten Erste-Hilfe-Koffer mit. Jede Gruppe hat eine ErzieherIn die an einem speziellen Erste Hilfe Kurs teilgenommen haben, für Unfälle im Wald. Über ein Mobiltelefon kann bei Bedarf sofort ein Arzt verständigt werden. Für Notfälle steht ein PKW am Treffpunkt jederzeit zur Verfügung.
letzte Aktualisierung 15.10.2007