Waldkindergarten Emmendingen

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Zecken und Fuchsbandwurm

 
 
Zecken werden erst ab 8 Grad aktiv und sitzen im Gras und Gebüsch in etwa 1,20 Meter bis 1,50 Meter Höhe. Am Menschen suchen sie zunächst „ihre Lieblingsstellen“ und beißen oft erst Stunden später zu. Deshalb sollten die Kinder nach dem Kindergarten ausgezogen und gründlich nach Zecken abgesucht werden (Vor allem am Kopf).
FSME-Erreger gelangen mit dem Speichel der Zecke sofort ins Blut. FSME beginnt ähnlich wie eine Grippe („Sommergrippe“), und in den meisten Fällen ist der virale Infekt nach einigen Tagen überstanden. In schwereren Fällen kann es jedoch zur Hirnhautentzündung kommen und zu schweren Lähmungen führen. Von diesen schwereren Fällen sterben ein Prozent der Patienten. Von ca. 4.500 Zeckenbissen führt etwa eine zu Folgeschäden. Man schätzt, dass etwa vier Prozent aller Zecken den FSME-Virus in nennenswerter Menge in sich tragen. Nur jeder dritte FSME-Infizierte bekommt aber überhaupt die Grippe-Symptome. FSME selbst ist nicht behandelbar, nur die Symptome können gelindert werden. Schwere Krankheits-Verläufe finden sich statistisch fast ausschließlich bei Erwachsenen. Schwere FSME-Erkrankungen bei Kindern bis zehn Jahren sind nicht bekannt. Die Infektion im Kindesalter mit dem FSME-Virus wirkt wie eine Impfung und bietet also den besten langfristigen Schutz vor dieser Krankheit. Wer sich lassen möchte, sollte dies ausdrücklich nur in den Wintermonaten tun, wenn sicher ist, dass man nicht bereits schon eine FSME-Infektion in sich trägt.Für über 40-Jährige, die sich häufig im Wald aufhalten, wird dies empfohlen. Einen Impfstoff für unter 12-jährige Kinder gibt es derzeit nicht (er wurde gerade wieder vom Markt genommen wegen zu großer Nebenwirkungen/Stand: Frühjahr 2001).
Borreliose wurde erst vor rund 20 Jahren entdeckt. Borreliose-Erreger sitzen im Darm der Zecke und können nur übertragen werden, wenn die Zecke länger als 24 Stunden Blut saugt. Deshalb sollten Zecken so früh als möglich entdeckt und so schnell es geht entfernt werden. Beim Entfernen sollte ein Quetschen der Zecke vermieden werden und keinesfalls Klebstoff oder Öl auf die Zecke schmieren. Die üblichen Haushalts-Pinzetten eignen sich nicht zum Zeckenentfernen. Besser sind spezielle Zeckenzangen oder gute medizinische Pinzetten.
Borreliose ist eine bakterielle Infektion und kann demzufolge mit Antibiotika behandelt werden. Meist – aber nicht immer – entsteht bei einer Borreliose-Infektion um den Zeckenbiss eine ringförmige Hautrötung und grippale Anzeichen tauchen auf. In schweren Fällen kann die Borreliose auch das Gehirn befallen, die Nerven schädigen und zu Lähmungen führen. Es gibt aber auch Fälle, in denen Borreliose-erkrankte Menschen keinerlei Krankheitsanzeichen zeigen und auch keine Langzeitschäden auftreten. In Baden-Württemberg mit seinen rund 10 Millionen Einwohnern wird die Zahl der Borreliose-Fälle auf etwa 5.000 bis 10.000 pro Jahr geschätzt.
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Fuchsbandwurm

  
Der Fuchsbandwurm gelangt über die Aufnahme von Fuchsbandwurm-Eiern aus dem Kot des Fuchses in den Fehlwirt Mensch. Allerdings: Trotz aller Forschungen und der Entnahme von Proben konnten noch auf keiner Waldbeere und keinem Pilz je Eier des Fuchsbandwurmes gefunden werden. Ungeklärt ist deshalb, wie der Fuchsbandwurm in den menschlichen Körper gelangt. Sicher ist jedoch, die Fuchsbandwurm-Eier müssen geschluckt werden.
Mit Medikamenten kann der Fuchsbandwurm nicht abgetötet werden. Er kann höchstens in Schach gehalten werden. Je früher er entdeckt wird, desto besser sind die Chancen ihn zu bekämpfen. Wird er aber zu spät entdeckt, zerstört er nach und nach völlig die menschliche Leber. Es gibt aber auch Fälle, in denen der menschliche Körper den Fuchsbandwurm besiegt oder abgekapselt hat.
Der Fuchsbandwurm ist eine seltene Krankheit, die Zahl der Ausbrüche gering. In der gesamten Schweiz gibt es beispielsweise 5 bis 10 Fälle im Jahr. Als Möglichkeit, eine Erkrankung frühzeitig zu erkennen, bietet sich das Ultraschallen der Leber (einmal im Jahr)  und/oder eine Blutuntersuchung (wird nicht von der Krankenkasse bezahlt). Fuchsbandwurm-Eier sterben bei 60 Grad ab, ob sie aber auch mit Wasser wegzuwaschen sind, ist unbekannt.
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                                                                                                                             letzte Aktualisierung     15.10.2007